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Geschwister-Scholl-Schule: Im Kirchgarten sollen Schüler in Containern unterrichtet werden – Anwohner legte Widerspruch ein

Von Nicolas Lewe

Leimen-St. Ilgen. Seit Beginn des laufenden Schuljahres 2018/2019 ist die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in St. Ilgen eine Gemeinschaftsschule. Mindestens 24 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den dreizügigen Betrieb inklusive Ganztagsgrundschule gesteckt werden, um diesen fit für die Zukunft zu machen. Dafür wird in einem ersten Schritt der eingeschossige Schulbau zur Pestalozzistraße hin abgerissen und durch einen dreistöckigen Neubau ersetzt. Startschuss für den Umbau hätte in den Sommerferien 2019 sein sollen.

Doch neue Entwicklungen werfen diese Pläne über den Haufen. Wie Stadtsprecher Michael Ullrich auf RNZ-Nachfrage erklärt, sieht es momentan so aus, dass mit der Sanierung erst deutlich später als geplant begonnen werden kann. Leimens Oberbürgermeister Hans D. Reinwald geht von einer Verzögerung von bis zu einem Jahr aus. Grund dafür ist laut Ullrich der Widerspruch eines Anwohners, der nicht mit der Aufstellung von sechs bis acht Schulcontainern entlang des Aegidiusweges im Kirchgarten der St. Aegidius-Kirche einverstanden ist. Seine ablehnende Haltung habe der Mann gemeinsam mit zwei weiteren Anwohnern erstmals im Rahmen einer öffentlichen Infoveranstaltung am 25. März kundgetan. Dies sei für alle Beteiligten überraschend gekommen, denn bis dahin habe es bei der Stadt als Schulträger keine Einwände gegen diese Unterbringung einiger höherer Klassen während des ersten Bauabschnitts gegeben.

„Zwei der Anwohner konnten wir mit unseren Argumenten überzeugen, ihren Widerspruch zurückzuziehen, einer bleibt dabei“, meint Ullrich. Ihm gehe es vornehmlich um den zu erwartenden Lärm durch die Schüler in seiner Nachbarschaft. Über den Widerspruch müsse jetzt das Regierungspräsidium in Karlsruhe als obere Schulaufsichtsbehörde entscheiden. Dies werde Zeit in Anspruch nehmen, in der nicht gebaut werden darf. Die Stadt prüfe derzeit mögliche Alternativen als Standort für die Container. Jedoch macht der Stadtsprecher deutlich: „Es gibt so gut wie keine Ausweichmöglichkeiten.“ Der Parkplatz gegenüber der Schule scheide aus, da dieser von den Arbeitern als Baulager während des Umbaus genutzt wird. Zudem müsse für die Besucher der Aegidiushalle ein Mindestmaß an Parkplätzen zur Verfügung gestellt werden. „Der Kirchgarten ist für uns die beste Wahl“, betont Ullrich: „Wir hoffen auf eine schnelle und für uns positive Entscheidung von Seiten des Regierungspräsidiums.“

Diesen Wunsch hat auch Konstanze Stöckermann-Borst. Die GSS-Schulleiterin betont gegenüber der RNZ: „Aus Sicht der Schule werden wir alles tun, damit es für die Anwohner nicht zu größeren Störungen kommt.“ Im Sinne der Kinder hoffe sie nun auf „ein kleines Wunder“, sodass doch noch in den Sommerferien mit dem Abriss des gegenwärtig eingeschossigen Schultrakts in der Pestalozzistraße begonnen werden kann.

Besonders die neue Mensa im künftigen dreistöckigen Neubau werde von den Schülern ebenso wie vonseiten der Lehrer sehnlichst erwartet. Und auch die Vorarbeiten für die neue Außenanlage seien bislang gut vorangegangen. Zu Beginn des Jahres waren hierfür wie berichtet 18 Bäume in der Pestalozzistraße gefällt worden. Übrigens: Proteste wurden damals keine laut.

Der nun geäußerte Widerspruch gegen die Container auf der Rückseite des Schulkomplexes kann die Stadt teuer zu stehen kommen. Ullrich spricht von Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich, welche durch die Verzögerung beim Schulumbau entstehen könnten. Immerhin: Dass die bereits in Aussicht gestellten Zuschüsse in Gefahr sind, glaubt der Stadtsprecher nicht. Doch klar ist: Wenn die Gesamtkosten steigen, dann müsste auch die Höhe der Zuschüsse neu bewertet werden.

Und wie sieht es mit dem Status der GSS als Gemeinschaftsschule aus? Ist dieser durch die Verzögerung gefährdet? Weder Stadtsprecher Michael Ullrich, noch Rektorin Konstanze Stöckermann-Borst gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus. Das Regierungspräsidium in Karlsruhe konnte hierzu auf Nachfrage der RNZ nichts sagen. Eine Antwort darauf, wann mit einer Entscheidung bezüglich der Container im Kirchgarten zu rechnen ist, steht noch aus.

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Schulumbau muss verschoben werdenNeu
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RNZ-Artikel vom 16.April 2019 zur Schulentwicklung in Leimen

Autor Nicolas Lewe (RNZ)
Datum 17.04.2019
Dateigröße 132.97 KB
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Den Schlümpfe-Flohmarkt gibt es seit 25 Jahren – Schon nach der Premiere musste eine größere Halle her

Von Sabine Geschwill

Leimen-St. Ilgen. Die Erfolgsgeschichte des Schlümpfe-Flohmarktes begann vor 25 Jahren. Im früheren Martin-Luther-Haus der evangelischen Kirchengemeinde gab es damals eine Mutter-Kind-Gruppe namens „Schlümpfe“, die sich dort wöchentlich traf. Zu den Müttern gehörte auch Helga Bender. Die St. Ilgenerin hatte die Idee, einen Flohmarkt für Kinderkleidung und Spielsachen anzubieten. Dabei bekam sie von den anderen Müttern, zu denen auch Leimens heutige Bürgermeisterin Claudia Felden gehörte, volle Unterstützung. Im November 1994 fand der erste Schlümpfe-Flohmarkt im Martin-Luther-Haus statt – der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Nun ging der 50. Flohmarkt über die Bühne.

Viertklässler gingen auf Entdeckertour durch die Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule – Vielfältige Angebote am Nachmittag

Leimen-St. Ilgen. (sg) Was unterscheidet Gemeinschaftsschulen von anderen weiterführenden Schulen? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen hielt Konstanze Stöckermann-Borst bereit. Die Rektorin hatte Viertklässler und interessierte Eltern in „ihre“ Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule eingeladen, damit diese die Schule ausgiebig kennenlernen können. Während auf die Kinder eine „Entdeckertour“ durch die verschiedenen Klassen- und Fachräume wartete, konnten die Eltern die Schulleiterin mit Fragen löchern.

Konstanze Stöckermann-Borst gab einen umfassenden Einblick in die Arbeit und das Konzept der Gemeinschaftsschule, die im September 2018 mit zwei fünften Klassen startete.

Drei Bauabschnitte sollen die Geschwister-Scholl-Schule als Gemeinschaftsschule fit machen – Erster Bauabschnitt bis 2021

Von Thomas Frenzel

Leimen. Von der Otto-Graf-Realschule und der Turmgrundschule in Leimen-Mitte einmal völlig abgesehen, die in den nächsten Jahren einen Investitionsbedarf von mehreren Millionen Euro haben: Allein um die Geschwister-Scholl-Schule in St. Ilgen zukunftsfähig zu machen, muss die Große Kreisstadt tief in die Tasche greifen. Die vom Gemeinderat beschlossene Einrichtung einer dreizügigen Gemeinschaftsschule mit Ganztagsgrundschule kostet nach heutiger Grobschätzung mindestens 24,0 Millionen Euro.

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