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1950
300 Schüler besuchen die Volksschule St.Ilgen, die im 1901/02 errichteten Schul- und Rathaus (heute Ortsverwaltung von St.Ilgen) und in einem Nebenzimmer der Gastwirtschaft "Zum kühlen Grund" untergebracht sind.


1954
Die Gemeindeverwaltung zieht aus dem Schul- und Rathaus aus.


1959
Erste Überlegungen über einen Schulhausneubau finden statt, bedingt durch den sprunghaften Anstieg der Einwohnerzahl.


1960
Der Architekt Karl-Heinz Albrecht erhält den Planungsauftrag für ein neues Schulgebaude.


31.Okt. 1963
Das Richtfest wird gefeiert.


Nov. 1963
Der Bau einer Turn- und Sporthalle, die auch Festhalle werden sollte, wird in Auftrag gegeben.


1964
Die Schule erhält auf Vorschlag einer 8.Klasse vor dem Gemeinderat den Namen Geschwister-Scholl-Schule.


27.Nov. 1964
Die festliche Einweihung der Geschwister-Scholl-Schule unter Rektor Ernst Etzler findet statt. Konrektor ist Alfons Licht.

24.Juli  1965
Die Turn- und Sporthalle - die Aegidiushalle - wird eingeweiht. Von nun an können in sämtlichen Klassen zwei Wochenstunden Sport erteilt werden.


1967
Der Schuljahresbeginn wird von Ostern auf den Herbst verlegt. Das 9.Schuljahr wird eingeführt. Erneute Raumnot entsteht.


1970
Die Partnerschaft mit der Gemeinde Tigy/Dep. Loiret in Frankreich wird gegründet. Der erste Schüleraustausch findet statt.


1974
Der Bau der dreiteiligen Kurpfalzhalle beginnt. Es kommt zu einer Gemeindereform, im Zuge derer St.Ilgen der Stadt Leimen angeschlossen wird.


1975
Erste Pläne für eine erneute Schulhauserweiterung werden auf Eis gelegt. Wanderklassen werden gebildet und Nachmittagsunterricht im wochenweisen Wechsel findet statt.


Aug. 1980
Rektor Ernst Etzler wird in den Ruhestand verabschiedet.


Jan. 1982
Oskar Jahn wird Rektor der Geschwister-Scholl-Schule. Konrektorin ist Ingrid Unverfehrt.


1983
Der Bau der Schulhauserweiterung (Haus B) unter Bauleiter Ottoheinz Kothe beginnt.


Okt. 1985
Die Einweihung des neuen Schulgebäudes findet statt. Nun stehen wieder ausreichend Klassenräume und Fachräume zur Verfügung.


18.Nov. 1989
Die Geschwister-Scholl-Schule feiert 25jähriges Jubiläum.


1992
Aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Schülerzahlen entschließt sich der Schulträger dazu, kurzfristig weiteren Schulraum zu beschaffen. Haus C wird gebaut.


1994
Die Schülerzahlen steigen weiter. Zwei Wohncontainer werden als Unterrichtsräume angemietet und vor Haus A aufgestellt. Später folgt ein dritter Container.


1995/96
Die Geschwister-Scholl-Schule wird zur GHS mit Werkrealschule. Das erste freiwillige 10.Schuljahr wird angegliedert.


Juli 1997
Die Einweihung des Neubaus, der die Wohncontainer überflüssig macht, findet statt.


Juli 1999
Rektor Oskar Jahn wird in den Ruhestand verabschiedet.


Juli 1999
Gründung des Fördervereins "Freunde der Geschwister-Scholl-Schule"


Okt. 1999
Ulrich Maier wird Rektor der Geschwister-Scholl-Schule. Konrektorin ist Frau Beiner-Schulitz.


Dez. 2003
Konstanze Stöckermann-Borst wird Konrektorin der Geschwister-Scholl-Schule. Die Geschwister-Scholl-Schule feiert 40jähriges Jubiläum.


Juli 2009
Rektor Ulrich Maier wird in den Ruhestand verabschiedet.


Nov. 2009
Amtseinführung von Konstanze Stöckermann-Borst als neue Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Schule St.Ilgen.


Sept. 2010
Fertigstellung der Sanierung des zweigeschossigen Gebäudeteils von Haus A mit neuen, hellen Räumen inklusive Küche, BK-Saal und Lehrerzimmer. Mit Beginn des Schuljahres 2010/11 werden die Hauptschüler der Turmschule Leimen an der GSS-St.Ilgen unterrichtet, denn beide Leimener Hauptschulen wurden am Standort St.Ilgen zusammengelegt. Start des neuen Schultyps "Werkrealschule". Die Geschwister-Scholl-Schule ist nun eine "Grund- und Werkrealschule".


Dez. 2010
Beate Grubisic wird Konrektorin der Geschwister-Scholl-Schule.

Jan. 2018
Das Kultusministerium genehmigt den Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule zu Beginn des Schuljahres 2018/19

"...Wir schweigen nicht! Wir sind euer böses Gewissen, die Weiße Rose lässt euch keine Ruhe...".
Dieses Zitat stammt aus dem vierten Flugblatt der Weißen Rose, einer studentischen Gruppe, die es sich ab Juni 1942 zur Aufgabe gemacht hat, die deutsche Bevölkerung wachzurütteln. Wachrütteln von dem nationalsozialistischen Regime und dessen Anführer Adolf Hitler. Die Weiße Rose wollte das deutsche Volk informieren über die grausamen Morde an den Juden und anderer ethnischer Gruppen. Sie wollten der Bevölkerung die Schrecken des Krieges und die Unmenschlichkeit aufzeigen, die ausländischen und deutschen Soldaten widerfuhren. Sie erhofften sich das deutsche Volk zum passiven Widerstand gegen die Nationalsozialisten aufrufen zu können.

Die Gruppe bestand im Wesentlichen aus den fünf Studenten Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf, sowie den Geschwistern Hans und Sophie Scholl. Sie erhielten geistige Unterstützung durch ihren Philosopieprofessor Kurt Huber. Insgesamt verfassten die Mitglieder sechs Flugblätter mit Inhalten, die sich gegen Adolf Hitler richteten. Sie setzten sich nicht nur durch das Verfassen der Schriften einer großen Gefahr aus, sondern auch das Vervielfältigen der Flugblätter und das Verteilen war verboten.

Die fünf Studenten lernten sich an der Universität München kennen. Die vier jungen Männer wurden in die Studentenkompanie einberufen. Weil sie Medizin studierten, wurden sie gezwungen an einigen Feldzügen der deutschen Armee als Sanitäter teilzunehmen. Die Schrecken und Grausamkeiten, die sie während diesen Feldzügen sahen, prägten ihre spätere Einstellung gegen Adolf Hitler und den Krieg. Sie wollten diesem Schrecken ein Ende setzen. Sie wollten frei leben und ihren Interessen nachgehen ohne von einem politschen System eigeengt zu werden.

Hans und Sophie Scholl stammten aus einer brügerlichen Familie aus der Nähe von Ulm. Hans wurde am 22.09.1919 geboren. Im Alter von vierzehn Jahren trat er der Hitlerjugend bei. Anfänglich war Hans begeistert von den Nationalsozialisten. Er engagierte sich sehr in der HJ und wurde deshalb sogar Fähnleinführer seiner Abteilung. Mit der Zeit jedoch distanzierte er sich von deren Ideologie und verließ die HJ. Es wurde ihm verboten Bücher zu lesen, die ihn interessierten und Lieder zu singen, die ihm gefiehlen.

1939 begann Hans sein Medizinstudium in München und musste als Student in die Studentenkompanie eintreten. Als Sanitäter nahm er am Frankreichfeldzug teil. Er verabscheute das Benehmen und die Unmenschlichkeit der deutschen Soldaten. Der Hass auf das Regime wurde immer größer.

Sophie Scholl wurde 1922 geboren. Sie stellte für sich fest, dass sie sich mit diesem Regime genauso wenig identifizieren konnte, wie Hans und ihr Vater. Nach dem Abitur machte Sophie eine Ausbildung zur Erzieherin. Mädchen mussten zu dieser Zeit genauso wie Jungen ihren Dienst am Volk leisten. Da Jungen zum Militär gingen und dies Mädchen nicht gestattet war, mussten junge Frauen zum Reichsarbeitsdienst. Sophie litt sehr in dieser Zeit. Dem Druck und dem Drill konnte sie nur schlecht standhalten. Sie fühlte sich wie eine Gefangene.

1942 schrieb sich Sophie an der Universiät München als Studentin der Philosophie und Biologie ein. Sie folgte ihrem Bruder und fand durch Zufall ein Flugblatt der Weißen Rose. Sophie Scholl wurde so in die Gruppe aufgenommen, denn auch sie verabscheute Hitler und dessen Regime.

Die Gruppe verfasste insgesamt sechs Flugblätter, die heimlich mit der Post verschickt wurden. Freunde der Gruppe verteilten die Flugblätter in vielen großen Städten als auch in Österreich.

Beim sechsten Flugblatt wurden die Mitglieder der Weißen Rose unvorsichtig. Die Stimmung in Deutschland hatte sich verändert. Die ganze Bevölkerung litt unter dem Krieg. Ständige Luftangriffe auf deutsche Städte und die mörderische Schlacht Stalingrad bedrückte die Bevölkerung.

Am 18.Februar taten Hans und Sophie Scholl etwas, das sie voher noch nie getan haben. Sie verteilten das Flugblatt bei Tag und nicht wie bisher nachts oder anonym. Sie verließen an diesem Tag ihre gemeinsame Wohnung ungetarnt, gingen zur Universität und wollten die Flugblätter ungesehen und unbemerkt auslegen. Dieses Vorhaben schlug fehl. Der Hausmeister der Universität ertappte die beiden auf frischer Tat und ließ sie verhaften.

In zwei Prozessen wurden die Hauptakteure der Weißen Rose wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode verurteilt. Am 22.Februar 1943 wurden Hans, Sophie und Christoph Probst durch das Fallbeil hingerichtet. Ende Mai 1943 lehnte ein Richter des Müncher Volksgerichtshofes die Begnadigung von Alexander Schmorell, Willi Graf und Professor Kurt Huber ab. Sie wurden ebenfalls auf dem Schafott hingerichtet.

Keiner der fünf Studenten war zum Zeitpunkt ihres Todes älter als 25 Jahre. Alle Mitglieder der Weißen Rose bewiesen Menschlichkeit in einer Zeit, in der Unmenschlichkeit dominierend war. Sie traten ein für Freiheit und Frieden. Hans Scholl bewies dies auf eindrücklichste Art. Kurz vor seine Hinrichtung rief her: "Es lebe die Freiheit".

Für weitere Informationen zur Weißen Rose im Internet empfehlen wir die entsprechenden Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung und der Weiße Rose Stiftung.

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